Rezensionen zu Folge 8

Die epische Science-Fiction-Reihe von Polaris geht in die achte Runde, und angesichts der enormen Qualität in allen Belangen (Story, Sound, Sprecher, Musik und Cover samt Booklet-Infos) ist es unverständlich, dass hier noch kein großer Verlag oder Vertrieb zugegriffen hat. An der ergreifenden Geschichte kann es keinesfalls liegen, vor allem da diese nun die Ereignisse des siebten Teils aufgreift und sich dank spannendem Cliffhanger auch in der hoffentlich bald erscheinenden neunten Folge fortsetzt. Diese dramaturgische Neuausrichtung macht die Reihe noch interessanter als bisher, da man um das Schicksal des Protagonisten bangt und unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Bleib zu hoffen, dass die Hauptcharaktere noch vielschichtiger werden und die Verstrickungen zunehmen. In der aktuellen Folge geht Takimo neuen Hinweisen, die er auf dem Planeten Ixana („Robofarm“ – Folge 7) erhielt, nach und begibt sich nach Mirokan, um mit seinem alten Mentor Faviee einige Dokumente zu enträtseln. So stoßen sie auf das geheime Labor des mysteriösen Paal Sandock. Da jener seit längerem vermisst wird, nimmt die Polizei an, dass Takimo was mit seinem Verschwinden zu tun hat. Bis auf Peter Flechtner (Sprecher von Ben Affleck etc.) alias Takimo sind keine großen Stars im Cast, was aber nichts über die hohe Qualität aller Sprecher aussagt. Dank spaciger Geräusche und elektronischer Musik ist die Atmosphäre des Science-Fiction-Hörspiels gut gelungen. Über siebzig Minuten spannende Handlung sind so garantiert. Das toll designte Booklet wartet zusätzlich wie immer mit vielen wissenschaftlichen Details auf. Das nenne ich ‘Value for Money’! (ZAP)

(Oliver “Zappo” Stichweh, Multimania Ausgabe 11, www.Multi-Mania.net)


Mit „Mirokan“, der achten Folge der Science-Fiction-Hörspielserie Takimo, setzt man den Auftakt zu einem Mehrteiler, der endlich(!) etwas mehr über die Hintergründe im Leben des geheimnisumwobenen Takimo ans Licht bringt. Locker an das Geschehen der Vorfolge (Takimo 07: Robofarm) anknüpfend, erzählt die Folge jedoch eine Geschichte, für die man den Vorgänger nicht unbedingt gehört haben muss: Takimo landet auf Mirokan, dem Planeten, auf dem er den Großteil seiner Kindheit verbrachte. Doch kaum angekommen, wird er in Geschehnisse hineingezogen, die mehr als mysteriös sind: Was hat es mit den geheimnisvollen Blauen Perlen auf sich, für die Spitzenpreise gezahlt werden? Führte Takimos Ziehvater Paal Sandock ein Doppelleben? Warum benimmt sich der Hausroboter im Gartenhaus so seltsam? Und was zum Teufel befindet sich in dem gut geschützten Lagerhaus, für das sich Aschiema so sehr interessiert? Und dann wird es plötzlich eng für Takimo: Er wird des Mordes an Doktor Capron verdächtigt!
Spannung pur bietet diese achte Folge, die sich als die bislang Geheimnisvollste präsentiert. Viel Atmosphäre und tolle Klänge machen das Hörspiel zu einem echten Hin-Hörer – und auch zu einem, das man gerne nochmal hört, so viel steht fest.
Die Sprecher präsentieren sich allesamt in Hochform: Tom Deininger als gewitzter Basarhändler und Bernd Eichner als korrupter Polizeichef erwecken ihre Rollen gekonnt zum Leben, und Hasso Zorn als Direktor Faviee sowie Bettina Weiß als Aschiema überzeugen neben Takimo-Sprecher Peter Flechtner vollauf.
Wie üblich gibt es ein informatives Booklet, in dem es Wissenswertes über das Thema „Künstliche Intelligenz“ nachzulesen gibt.

Fazit: Wieder ein Top-Hörspiel aus dem Hause Polaris, das absolut hörenswert ist – eine abschließende Bewertung der Story ist allerdings noch nicht möglich, da es sich um den ersten Teil eines Mehrteilers handelt.
„Mirokan“ ist an Spannung kaum zu überbieten, lässt aber einige Fragen offen: Wer war Paal Sandock wirklich? Was hat es mit dem gerüchteumrankten Tod des Doktor Capron auf sich? Was für ein Geheimnis verbirgt sich hinter den Blauen Perlen? Welches große Geheimnis birgt der riesige mirokanische Kontinent? Wer es wissen will, muss noch ein paar lange Wochen Fingernägel kauen, bis der nächste Teil der Takimo-Reihe (Folge 9 – Die Blauen Perlen) erscheint!

(Stephanie Pelzer-Bartosch, www.hoerspatz.de)


Das Label Polaris bringt Ihre Serie Takimo nach und nach raus und bringt nicht immer ein paar Folgen auf einmal. Das macht das Warten immer zu einer Tortur. Allerdings wird man immer wieder positiv überrascht.
Takimo kehrt ”nach Hause” zurück: Mirokan ist sein Heimatplanet, wo Paal Sandock ihn als junger Ausreisser aufgenommen hat. Dort begegnet er seinem alten Mentor Faviee, dem Internatsdirektor. Zusammen versuchen Sie einige Dokumente zu enträtseln, die Takimo vom Planeten Ixana (Folge 7, Robofarm) mitgebracht hat. Doch es gelingt ihnen nicht. Trotzdem können Sie ein Rätsel lösen: das des geheimen Labors von Paal Sandock. Dort scheint er mit den mysteriösen blauen Perlen experimentiert zu haben.
Allerdings bekommt Takimo auch Probleme: die örtliche Polizei unter der Leitung von Polizeichef Nolan will ihn mit einem Mord und dem Verschwinden von Paal Sandock in Verbindung bringen. In letzter Minute gelingt ihm die Flucht.
Ein böser Cliffhanger bei Takimo?
Aber ja! Waren die bisherigen Geschichten immer einzeln zu hören, so ist es diesmal die Hintergrundgeschichte von Takimo – seine Vergangenheit – die man nicht in einer Folge abhandeln kann. Und damit muss man nun ein paar Monate auf die Auflösung oder wenigstens das Vorrankommen der Story warten.
Die Sprecher überzeugen wiedereinmal, vor allem Peter Flechtner als Takimo. Professionell, aber ohne große Stars kommt man mit einer motivierten Truppe aus.
Die spacigen Geräusche, aber vor allem die elektronische Chill-Musik machen die Takimo-Abenteuer zu etwas Besonderem, besonders Gutem.
Das über siebzig Minuten lange Abenteuer ist in 19 unbenannte Tracks unterteilt, was den Wiedereinstieg in die Story sehr bequem möglich macht.
Das computergenerierte Cover passt zur Serie und das Booklet enthällt wie immer Wissenschaftliches, diesmal zum Thema ”Künstliche Intelligenz”.

Fazit: die ganze Produktion ist umso erstaunlicher, weil Alles aus einer Hand kommt. Das Produzenten-Team Peter Liendl und Giesela Klötzer schreibt selbst, komponiert selbst, gestaltet selbst und produziert selbst. Das Ergebnis ist einfach eine tolle SciFi-Serie.
Wird Zeit, dass mal ein großer Verlag an die Türen klopft und die Produktionskosten übernimmt und den Vertrieb auch. Denn zur Zeit sind die Abenteuer nur über www.polaris-hoerspiele.de zu beziehen! Und eigentlich müsstet Ihr alle mal reinhören!

(Christoph Morgenroth, Redakteur und Webmaster von www.hoerspiele.de)


So, nun ist „Takimo“ schon bei der achten Folge angekommen und hat sich auf dem Markt für Science Fiction-Hörspiele etabliert. Zum einen natürlich, weil es (leider) immer noch nicht viel Konkurrenz gibt, in erster Linie aber natürlich, weil die Serie einfach gut gemacht ist, sowohl, was die Produktion, als auch was die inhaltliche Qualität angeht. Anspruchsvolle, aber gleichzeitig unterhaltsame Science Fiction für ältere Jugendliche und Erwachsene. Für Kinder und jüngere Jugendliche hat sich die Serie inzwischen als zu komplex erwiesen. Wie es aussieht, wird langsam ein größerer Handlungsbogen etabliert, der sich über mehrere Folgen fortsetzt. Die „blauen Perlen“, die der zukünftigen Folge 9 den Titel geben werden, spielen auch in „Mirokan“ schon eine Rolle, und die Suche Takimos nach seiner Herkunft wird sowieso immer wieder angesprochen. Es wird aber mal Zeit, dass es dabei ein wenig voran geht. „Mirokan“ ist überwiegend eine eher ruhige Folge der Serie, wobei vor allem die musikalische Untermalung hier und da fast schon eine gruselige Atmosphäre schaffen. Der Science Fiction-Anteil tritt hier etwas in den Hintergrund und ist für die eigentliche Story eher nebensächlich. So ergibt sich ein echter Fortschritt in der Reihe und man wartet wieder einmal mehr als gespannt auf die Fortsetzung. (A.P.)

(Alexander Pohle, www.haikosfilmlexikon.de)

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